SECI GmbH stellt Insolvenzantrag

29.07.2009 | Capital Advisor Fund II GbR und Multi Advisor Fund I GbR betroffen

Nachdem die European Securities Invest SECI GmbH Wertpapierhandelsbank nunmehr Insolvenzantrag gestellt hat, dürften als Anspruchsgegner für Schadensersatzansprüche der betroffenen Gesellschafter der MAF I GbR und der CAF II GbR wohl nur noch die Vermittler in Betracht kommen. Dies sind unseres Erachtens insbesondere die „IFF AG Zukunftsunternehmen für Investment, Fonds, Finanzen“, deren Vorstand, Herr Michael Turgut, sowie ggf. die einzelnen Vermittler des Strukturvertriebs.

Uns ist von einer Vielzahl von Anlegern, welche wir vertreten, bekannt, dass bei der Vermittlung der Beteiligungen an der MAF I GbR sowie der CAF II GbR falsche Angaben über die Risiken dieser Kapitalanlagen gemacht wurden. In vielen Fällen wurde den Betroffenen, welche über kein ausreichendes Eigenkapital verfügten, empfohlen, ihre bestehenden Lebensversicherungen zu kündigen, um die Einmalzahlung zu Beginn der Beteiligung leisten zu können.

Angesichts der Verurteilung des Vorstands der IFF AG zur Leistung von Schadensersatz wegen systematischer Anweisung der Vermittler, die Risiken der Anlage gezielt zu verharmlosen, vgl. Oberlandesgericht München, Urteil vom 26.1.2009, 21 U 3291/08, muss davon ausgegangen werden, dass die Vermittlung über die IFF AG ganz überwiegend mit falschen Angaben erfolgt ist.

Das Landgericht Stuttgart hatte bereits mit Urteil vom 20.4.2009 die SECI GmbH und die IFF AG in einem von uns geführten Verfahren zur Schadensersatzleistung verurteilt. Diese haben Berufung gegen das Urteil eingelegt. Das Oberlandesgericht Stuttgart hat nunmehr in einem Hinweisbeschluss klargestellt, dass die Berufungen der SECI GmbH und der IFF AG keine Aussicht auf Erfolg haben.

Betroffene Anleger sollten prüfen lassen, ob sie Schadensersatzansprüche geltend machen können.

RÜCKFRAGEN? Dann wenden Sie sich unter 030-50508770 vertrauensvoll an uns.

-> Zurück zu den aktuellen Meldungen

Die Anwälte mit dem Storch